IFAT Munich 2026

Was uns die Messe über kontinuierliche TOC-Messung gelehrt hat

Vom 4. bis 7. Mai 2026 war München wieder Treffpunkt der Umwelttechnologie-Branche: Auf der IFAT Munich, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, standen Lösungen für Wasserqualität, Ressourcenschonung und Prozesssicherheit im Mittelpunkt.

Möglich gemacht hat das zum zweiten Mal unsere Partnerschaft mit H2Ortner: Im Messcontainer MessDos konnten wir unsere Systeme nicht als isoliertes Produkt zeigen, sondern eingebettet in ein praxiserprobtes Gesamtkonzept – und genau das hat in unseren Messegesprächen einen Unterschied gemacht.

Vom CSB zur TOC-Messung: Ein Trend, der auf der IFAT spürbar war

Ein klarer Schwerpunkt zog sich durch fast alle Gespräche: Viele Betreiber:innen setzen heute noch CSB-Verfahren ein – beschäftigen sich aber zunehmend mit dem Umstieg auf kontinuierliche TOC-Messung. Der Trend ist real, das Interesse auf der IFAT war deutlich spürbar.

Gleichzeitig tauchte ein konkretes Problem immer wieder auf: Viele Anbieter werben mit „kontinuierlicher“ Messung – liefern in der Praxis aber keine dauerhaft verfügbaren Messwerte. Das führt dazu, dass Betreiber Abweichungen erst im Nachhinein erkennen, statt rechtzeitig eingreifen zu können.

Unsere Systeme sind für unterschiedliche Messszenarien ausgelegt: Wer den Prozess in Echtzeit überwachen will, bekommt jederzeit abrufbare Messwerte – ohne Lücken. Und wer bewusst im Laborzyklus messen möchte, weil das dem Anforderungsprofil der Anlage entspricht, kann auch das mit unseren Geräten zuverlässig abbilden. In beiden Fällen gilt: Die Messung ist dann verfügbar, wenn sie gebraucht wird.

Wer kam – und worüber wirklich gesprochen wurde

Die Mischung an unserem Stand hat uns gefreut: Langjährige Bestandskunden nutzten die IFAT für konkrete Gespräche über Projekte, neue Konfigurationen und Optimierungsideen. Gleichzeitig durften wir neue Interessent:innen aus Deutschland, den Niederlanden, Bulgarien und der Schweiz begrüßen.

Auch spontane Gespräche – mit Besucher:innen, die zufällig auf unseren Stand aufmerksam wurden – entwickelten sich schnell zu echten Fachdiskussionen. Was unser Team besonders geschätzt hat: die Offenheit, mit der über praktische Probleme gesprochen wurde. Schwierige Einbausituationen, schwankende Kläranlagenbelastungen, Fragen zur Probenaufbereitung – das sind keine Randthemen, sondern genau die Herausforderungen, für die unsere Systeme entwickelt wurden. Eingesetzt werden sie überall dort, wo Wasserqualität zuverlässig überwacht werden muss: in Kläranlagen, in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, in der chemischen Industrie – und zunehmend auch an Flughäfen, wo Abwasser aus Enteisungsvorgängen und Betriebsflächen kontinuierlich im Blick behalten werden muss.

TOC-Systeme und Papierbandfilter: Was gezeigt wurde – und worauf es ankommt

Technisch standen zwei Themen im Fokus: kontinuierliche TOC-Analyse und die passende Probenaufbereitung. Unsere Systeme zur TOC-Messung sind für unterschiedliche Anwendungen ausgelegt – von der Überwachung von Kläranlagenabläufen bis zu industriellen Abwässern, in denen Grenzwerte sicher eingehalten werden müssen.

Dass wir mit zwei verschiedenen Analysatorkonzepten arbeiten – auf Basis von Siemens Ultramat und ABB Uras26 – wurde von vielen Besucher:innen explizit als Pluspunkt genannt. Wer spezifische Anforderungen hat, muss sich nicht an ein einziges System anpassen; wir passen uns an.

Ein zweiter Gesprächsschwerpunkt war unser Papierbandfilter. Gute Probenaufbereitung bedeutet dabei nicht einfach: so viel filtrieren wie möglich. Wer zu stark filtert, misst am Ende nicht mehr den TOC – den gesamten organischen Kohlenstoff – sondern den DOC, also nur den gelösten Anteil. Das verändert das Messergebnis und kann zu falschen Schlüssen führen. Unser Papierbandfilter ist darauf ausgelegt, genau den richtigen Filtrierpunkt zu treffen: Feststoffe werden zuverlässig abgetrennt, ohne dass gelöste organische Verbindungen dabei verloren gehen. Das klingt nach Detail – ist in der Praxis aber der Unterschied zwischen einer validen und einer verzerrten Messung.

Was bleibt – und wie es weitergeht

Die IFAT 2026 hat uns bestätigt, was wir in der täglichen Beratung beobachten: Der Wechsel von CSB zu TOC ist kein Zukunftsthema mehr – er findet gerade statt. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell und unter welchen Bedingungen.

Die Gespräche fließen direkt in unsere Beratung ein. Wer sich jetzt mit dem Thema beschäftigt, profitiert davon, dass wir die typischen Stolperstellen kennen – von der Einbausituation über die Probenaufbereitung bis zur Gerätewahl.

Messe verpasst oder offene Fragen?

Wir bieten Leihstellungen und Praxistests unter realen Bedingungen – damit Sie sich selbst ein Bild machen können, bevor Sie eine Entscheidung treffen.